Budapest – die Hauptstadt Ungarns
Die schöne Hauptstadt Ungarns liegt direkt an der Donau. Budapest besteht heute aus den drei vormals selbstständigen Städten Buda, Óbuda und Pest, die sich 1873 zusammengeschlossen haben.
Gemeinsam können die drei Stadtteile auf eine fast zweitausendjährige Geschichte blicken, denn im Jahr 89 errichteten hier die Römer am Fluss ein Militärlager und später eine Siedlung namens Aquincum, die auch fast 200 Jahre lang Provinzhauptstadt war.
Seit dem Beginn der Neuzeit regierten die Habsburger, erst mit dem verlorenen Ersten Weltkrieg sollte diese lange Epoche zu Ende gehen. Budapest war die ganze Zeit die Hauptstadt Ungarns.
Ihre Größe, ihre Kraft bezieht Budapest aus der Lage an der Donau, daher liegen heute auch die meisten Sehenswürdigkeiten nah am Ufer des Flusses. Natürlich ist auch der Fluss selbst schon Attraktion, durchfließt er die Stadt doch als mächtiger Strom, der gerade das ungarische Mittelgebirge verlassen hat. Neun Brücken überspannen die Donau. Die älteste und vielleicht schönste ist die Kettenbrücke. Zu ihrer Erbauung in den 1840er Jahren war sie die erste feste Donaubrücke flussabwärts von Regensburg, wo schon lange die „Steinerne Brücke“ den Fluss querte.
Das westliche Flussufer in Budapest ist die Budaer Seite. Hier liegen auf dem Gellértberg die Freiheitsstatue und die Zitadelle, dahinter der Burgberg mit der ehemaligen königlichen Burg. Das ganze Areal zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Auf der anderen Donauseite liegt Pest. Markant hier vor allem das große Parlamentsgebäude, rings herum liegen einige Hotels und unter anderem die Akademie der Wissenschaften, die genauso sehenswert ist wie das Nationaltheater und das Nationalmuseum.
Innerhalb der ehemaligen Pester Stadtmauer, zwischen Donau und kleinem Ring liegt nach wie vor die eigentliche Innenstadt, deren Besuch sich ganzjährig lohnt.
Charakteristisch für Budapest sind natürlich die zahlreichen Heilbäder im ganzen Stadtgebiet, die von Thermalquellen gespeist werden. Am bekanntesten dürfte heute das Széchenyi-Heilbad sein. Die Anlage erinnert an einen Palast, die großen Innen- und Außenbecken werden von der heißesten Thermalquelle Budapests gespeist. Schließlich ist die Thermalbadtradition in Budapest jahrhundertealt. Schon die Römer errichteten Badehäuser am Ufer der Donau.